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Der erste Kurs zur Einführung in die Arbeit an der Hand

auf dem "Ponyhaff" in Alscheid im

Norden Luxemburgs war ein voller Erfolg! 


Einige Eindrücke des

Lehrgangs mit Romy Wirtz in Alscheid zum Thema Arbeit an der Hand

 

Im kleinen idyllischen Dorf Alscheid fand auf dem privaten Hof von Liette und Hans De Roy-Weber am 23. August dieses Jahres der eintägige Lehrgang zur Arbeit an der Hand statt. Gut 10 aktive Teilnehmer und einige Zuschauer fanden sich am nebligen und verregneten Morgen ein, um Wissenswertes rund ums Thema Bodenarbeit mit auf den Weg nehmen zu können.

 

Romy Wirtz, es war ihr erster Lehrgang den sie selbst leitete, begrüsste die Teilnehmenden und die Zuschauer, und eröffnete dann das Seminar mit einigen theoretischen Erläuterungen. Um ein gemeinsames Verständnis des Sinn und Zwecks anschließenden Übungen garantieren zu können, muss die Grundkenntnis der Schlüsselthemen wie Biegung, Anlehnung, Lockerung usw. zunächst gesichert sein. Am Beispiel von Liettes Stute Minka demonstrierte Romy auf welche wesentlichen Aspekte man während der Arbeit an der Hand Acht geben soll. Wann tritt das Pferd korrekt über? Stimmt die Biegung? Wann verwirft es sich im Genick? Wie lockere ich mithilfe von Abkauübungen Gebiss und Kiefer des Pferdes?

 

Nach dem theoretischen Exkurs sollten die Teilnehmer nun selbst Hand anlegen. In zwei Gruppen wurde sich abwechselnd nach und nach an die einzelnen Bodenarbeitsübungen rangetastet. An der Basis angefangen, ging es zunächst darum, das Pferd korrekt zu führen und somit die deutliche Vermittlung der Hilfe zu ermöglichen. Übungen wie Stehenbleiben und achtsames Anschreiten scheinen einem doch eigentlich wie von selbst von der Hand zu gehen? Da irrt man sich doch manchmal gewaltig. Nach dieser ersten Übungseinheit wurde sich dann konkreter auf Seitengänge konzentriert.

 

Schenkelweichen galt als die vorbereitende Übung für weitere Lektionen wie Schulterherein, Travers, Renvers und weiteres. Ein korrektes Übertreten, zunächst einmal ohne entsprechende Biegung, verlangt bereits ein gewisses Maß an Know-How und Konzentration. Fortlaufend konnten die Teilnehmer auf Tips, Ratschläge und Korrekturen von Romy profitieren. Klappte es einmal nicht so, wie man es wollte, war demnach sofort rettende Hilfe zu Stelle.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen – von Liette und Hans wurden selbstgemachte Kniddelen aus dem Smokergrill aufgetischt – und einigen netten Gesprächsrunden, begaben sich die Teilnehmer auf ein Neues in die Manege. Gestärkt von den Kniddelen und den selbstgebackenen Kuchen wurde noch einmal konzentriert an Seitengängen und versammelnden Übungen wie Schulterherein gearbeitet. Die Intensität der Anforderungen konnte auf jedes Pferd und jeden Teilnehmer abgestimmt werden. Es ist klar, dass der junge Thinker nicht ein gleiches Maß an versammeltem Übertreten anbieten kann wie das erfahrene Warmblut. Doch ob Shettlandpony oder Araber, Tinker oder Haflinger, eigentlich konnte jeder selbst einige wichtige Anregungen und Erfahrungen, sowie neue Übungen und Anforderungen mit nehmen!

 

Aus meiner Sicht war dies daher ein sehr gelungener erster Lehrgang von Romy, und ich glaube ich bin nicht die Einzige, die auf weitere Kurse und Seminare gespannt sein wird.

 

Nora Schleich